Flüssige Seife versus Stückseife - Vor- und Nachteile
Seife

Ist Flüssigseife die bessere Seife?

Seife ist seit einigen Jahrhunderten bekannt, auch wenn deren reinigende Wirkung zunächst unentdeckt blieb. Angenommen wird, dass sie zunächst als Heilmittel verwendet wurde und erst von den Römern als Reinigungsmittel eingesetzt wurde. Im Mittelalter erfuhr die Se ife einen negativen Rückschlag. Ärzte behaupteten Pest und Cholera wurden durch die Nutzung von Seife begünstigt. Erst im späteren Verlauf der Zeit wurde die Reinigung mit Seife wieder entdeckt. Flüssige Seife unterscheidet sich natürlich auch der Seife am Stück, lese hier mehr dazu.

In der heutigen Zeit wird hauptsächlich zwischen Stückseifen und Flüssigseifen unterschieden. Neben den industriell gefertigten Seifenangeboten gibt es inzwischen auch wieder einige Handwerksbetriebe, die ihre Seifen selbst herstellen und verkaufen. Die Stückseife wird dadurch wieder modern, doch welche der beiden Arten ist besser?

Die Seife am Stück

Die Seife gilt als Reinigungsmittel für den Körper. Als Waschmittel wird es heute eher selten verwendet, da sie in Verbindung mit Wasser sogenannte unlösliche Kalkseifen bildet, die einen Grauschleier auf der Wäsche verursachen. Hergestellt wird sie als feste Zubereitung basierend auf Natriumsalzen der Fettsäuren (der Kernseife). Die Zutaten für die Herstellung sind in der Regel pflanzliche Fette wie Plamöl oder Kokosfett, tierische Fette (z.B. Talg oder Schmalz) sowie Lauge. Alles wird traditionell in einem Kessel gekocht – dieser Vorgang wird als Seifensieden bezeichnet.

Alternativ kann Seife aus reinen Fettsäuren, z.B. Laurinsäure oder Stearinsäure, hergestellt werden. Je nach genutzten Bestandteilen entsteht eine feste Masse oder eine weniger feste Masse, die mit Wasser gemischt zu Schmierseife weiterproduziert werden kann.

Nachteile bei Seifen bestehen darin, dass sie neben dem Schmutz auch den natürlichen Fettfilm der Haut entfernen. Bei hartem Wasser entsteht ein weißer Niederschlag auf Armaturen, die sogenannte Kalkseife. Vorteile sind jedoch die gute biologische Abbaubarkeit besonders im Gegensatz zu synthetischen Tensiden. Zudem sind Seifen aus natürlichen Fetten meist von Allergikern verträglich.

Flüssige Seife auf dem Vormarsch

Flüssigseifen werden vermehrt in Haushalten und öffentlichen Toiletten verwendet. Sie haben hierbei vor allem aus hygienischen Vorteilen – der Nutzung eines Seifenspenders – Einzug erhalten. Hierbei ist eine Kontamination mit Krankheitserregern weniger möglich als bei dem Hautkontakt bei einem Stück Seife.

Flüssigseifen steigern zudem aufgrund anderer Inhaltsstoffe und Eigenschaften weniger den pH-Wert der Haut. Durch ihre Bestandteile ermöglichen sie dadurch eine konstante Rückfettung und Feuchtigkeitszufuhr. Eine verbesserte dermatologische Verträglichkeit, eine leichte Dosierbarkeit und größere Schaumbildung sind weitere Vorteile der  modernen pH-neutralen Flüssigseifen.

Flüssigseifen, die auf Grundlage bisheriger Seifen entstehen, haben den großen Nachteil der Kalkseifen. Hier kommt eine kleine Menge auf viel Wasser, welches womöglich noch hart ist. Dieses fördert zusätzlich die Bildung von lästigen Kalkseifen.

Der direkte Vergleich von Seife und Flüssigseifen

Da der Großteil der Seifen der Haut ihr natürliches Fett entzieht, kommt es zu trockener und rissiger Haut insbesondere bei häufigem Waschen. Eine Rückfettung muss hierbei durch geeignete Cremes erfolgen. Flüssigseifen wurden speziell für diesen Umstand entwickelt. Sie lassen den ph-Wert der Haut nicht so sehr steigen und reduzieren somit den Austrocknungseffekt.

Des Weiteren ist Flüssigseife im Seifenspender oftmals eine hygienischere Lösung und lässt sich so besser dosieren. Die Handhabung der Flüssigseife im Gegensatz zur Stückseife ist in den meisten Fällen für die Anwender komfortabler. Praktische Nachfüllbeutel sind kostengünstig und leicht zu bevorraten. Welche Seife letztendlich besser ist, lässt sich schwer sagen. Wichtig sind die enthaltenen Stoffe und deren Auswirkungen auf Umwelt und Körper. Sofern dies beachtet wird, kann sowohl ein Stück Seife als auch Flüssigseife unbedenklich verwendet werden.

Vegane Seife selber machen

Seifenherstellung selbst gemacht, ist nicht schwierig, aber es bedarf einiger Vorbereitung und Informationen. Der große Vorteil bei der eigenen Produktion ist, dass Sie wissen welche Inhaltsstoffe in der Seife sind. So können Sie ganz bewusst auf tierische Produkte verzichten.

Man unterscheidet bei der Seifenherstellung im Wesentlichen zwei Prozesse, die Ihnen im folgenden Text näher erklärt werden.

Kaltverseifen

Wenn Sie Ihre Seife herstellen wollen, sollten Sie erst gewisse Vorsichtsmaßnahmen treffen. Sie arbeiten bei der Herstellung mit Lauge, deshalb ist Schutzkleidung unbedingt notwendig. Handschuhe, Schutzbrille und Schutzbekleidung gehört zur Grundausstattung. Desweitern brauchen Sie einen Edelstahltopf, denn bei anderen Töpfen reagiert die Lauge mit dem Metall Zum Rühren brauchen Sie ebenfalls einen Edelstahllöffel. Wenn Sie in Ihrer Küche arbeiten, sollten Sie die Arbeitsflächen mit alten Zeitungen schützen. Suchen Sie sich zunächst ein pflanzliches Öl aus. Dieses Öl wird mit Natronlauge (NaOH) vermischt, welche in der Apotheke erhältlich ist. Im Internet lassen sich Mischungstabellen finden, die das richtige Verhältnis eines speziellen Öles mit Natronlauge angeben. Das Mischen der beiden Zutaten findet bei 50 bis 60° Celsius statt. Danach beginnt der langwierige Prozess des Verseifens. Früher wurde oft Stunden gerührt, heute kann ein Handmixer das Verseifen schon auf eine halbe Stunde reduzieren. Der Erfolg setzt ein, wenn die Konsistenz dickflüssig bis puddingartig ist. Jetzt können Pflegeöle wie zum Beispiel Avocado-Öl, Farbpigmente und Duftstoffe zugegeben werden.

Heißverseifen

Das Heißseifen ist ein Prozess, der sich unmittelbar an das Kaltseifen anschließen kann. Hier wird die Seife für mindestens 20 Minuten auf 90 Grad erhitzt. Dann tritt die sogenannte Gel-Phase der Seife ein. Der Vorteil hierbei ist, dass die Öle vollständig verseift werden und dass sie im Gegensatz zum Kaltverseifen keinen langen Reifeprozess benötigen.
Schwierig wird das Abformen. Wenn die Formen nicht erwärmt sind, erstarrt die Seife zu schnell, dadurch können keine Bläschen herausgerüttelt werden und die Seife fließt nicht in die gesamte Form.

Das Seifen ist ein gute Möglichkeit, seine eigenen Pflegeprodukte zu entwerfen. Dieses Handwerk hat eine lange Tradition und es eignet sich hervorragend zur Herstellung von Geschenken. Die Grenzen der Vielfalt setzt nur die Fantasie. Weiterführende Tipps zu veganer Lebensweise finden Sie auf weeyoo.de.

Weitere Anwendungsgebiete für Seife

Die meisten Menschen achten beim Einkauf von Textilien darauf, dass diese auch in Waschmaschine und Trockner gesteckt werden dürfen. Gerade Männer haben selten Lust Klamotten mit der Hand zu waschen, um das Gewebe nicht zu beschädigen oder die Farben verblassen zu lassen. Bei modebewussten Frauen sieht dies jedoch schon ganz anders aus. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein schöner Wollpullover gekauft wird, obwohl dieser nur mit der Hand gewaschen werden darf. Auch viele andere Kleidungsstücke der Frau würden durch den Schleudergang in einer Waschmaschine zu Schaden kommen. Besonders Dessous und andere feine Unterwäsche möchte pfleglich behandelt werden. Doch wie schafft man den Kompromiss zwischen schonend, aber dennoch sauber gewaschen.

Seife für Dessous

Obwohl viele Dessous sogar bei niedrigen Temperaturen in der Waschmaschine gewaschen werden können, sollte besonders teure Stücke lieber per Hand gereinigt werden. Auf dem jeweiligen Etikett ist meist genau beschrieben wie zu verfahren ist. Manchmal können selbst teure Dessous in einem handelsüblichen Feinwäschenetz in der Maschine gewaschen werden, aber sicher ist die Handwäsche. Außerdem können farbige Dessous durch die Seife im Waschmittel auf andere Kleidungsstücke abfärben oder selbst verfärbt werden. Am besten ist es – gerade wenn es sich um Dessous mit Spitzen handelt – diese in lauwarmer Seifenlauge zu tauchen und vorsichtig zu waschen. Dazu möglichst feine und einfache Seife ohne chemische Zusatzstoffe verwenden. Hartnäckige Flecken durch z.B. Rotwein sollten zusätzlich mit kaltem Wasser und Flecken-Entferner behandelt werden. Wichtig ist, die Dessous nicht auszuwringen und von allein und liegend trocknen zu lassen.

Mehr praktische Tipps zur richtigen Pflege von Dessous finden sie auf Sunny Dessous. Denn nur mit schönen Dessous, welche wirken als wären sie gerade frisch gekauft, lässt sich der gewünschte romantische Effekt erzielen.

Hallo ihr Lieben, mein Name ist Mia und ich bin leidenschaftliche Bloggerin. Meinen eigenen Blog findet ihr unter schminkmodelle.de. Ansonsten schreibe ich auch gerne Gastbeiträge.

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